Arzler Scharte

Ich wusste mit Anbringen der ersten Geländekonturen, dass nicht viel Zeit sein würde, die gerade noch prächtig im Licht stehende Arzler Scharte auf Papier zu bringen. Doch war nur augenblicks zuvor das Aufgehen bei dem Gedanken, das ins Auge Springende, ins Ohr Fliegende, oder was auch immer mich Betreffende, gerade so wie es ankommt, planlos, musterungültig, (reihen)folgenlos anzunehmen für mein Tun, das mich beglückende und noch und noch spürbare Moment. Die letzten Schatten und Wipfel, angekommen nun also bei der Baum- und Bildergrenze, hatte ich dann bereits ohne den Eindruck des Originals zugetan. Eben noch klar hervorspringende Umrisse, Felswände, Kuppen, Lawinenverbauungen, usw., hatten (frei nach Hegel) aufgehört, als Eigenschaften des Berges für wahr genommen zu werden. Aber vervielfältigte ich damit nur noch das schon ein Ganzes ergebende Gleiche. Das Bild war fertig! Der untergegangene Berg für immer gebannt im Licht. 9. Février 2019

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